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Spezialchemie

Evonik Industries fokussiert weiter auf Spezialchemie und plant neue Investitionen

20.05.11 | Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Evonik Industries will 2013 in China eine neue Isophoronanlage in Betrieb nehmen (im Bild: Anlage in Herne). (Evonik Industries)
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Evonik Industries will 2013 in China eine neue Isophoronanlage in Betrieb nehmen (im Bild: Anlage in Herne). (Evonik Industries)

Evonik kommt auf dem Weg zum Spezialchemie-Konzern gut voran. Das wurde jüngst auf der European Coatings Show deutlich, wo Evonik-Vorstand Dr. Thomas Haeberle Investitionen und eine neue Marktiniative verkündete.

Essen – Messen sind eine beliebte Plattform, um Investitionen und Markstrategien in die Öffentlichkeit zu tragen, vor allem, wenn es ein wichtiges Event wie die European Coatings Show (ECS) ist, auf dem sich das „Who is Who“ der Branche trifft. Auch Evonik-Vorstand Dr. Thomas Haeberle nutzte die Chance, um den neuen Slogan „We love your problems“, mit dem das Unternehmen die nächsten drei Jahre unterwegs sein will, weiter zu verbreiten.

2010 sei ein großes Jahr für Evonik Industries gewesen, betonte er und verwies auf eine Umsatzsteigerung von 26 Prozent, mit der sich die Neuausrichtung auf die profitablere und weniger konjunkturanfällige Spezialchemie bezahlt macht. Und da die Spezialchemie vor allem mit kundenorientierten Anwendungen punkten kann, soll auch im Fokus der Evonik-Marktiniative der intensive Dialog mit dem Kunden stehen, der zu kreativen Lösungen für die Märkte Coatings, Plastics und Pharma führen soll.

Orientierung an drei Megatrends

Dazu passt auch der Aufbau dreier neuer Berichtssegmente, für die sich Evonik an drei Megatrends orientiert hat: Consumer, Health & Nutrition, Specialty Materials und Resource Efficiency– für letzteres hat Haeberle am 1. April die Verantwortung mit übernommen. Die Leiter der drei operativen Segmente gehören jetzt auch dem Vorstand an, wodurch Evonik straffer und marktorientierter geführt werden soll.

Das Kernthema der ECS, Lacke, Farben und Klebstoffe, sind ein wichtiger Umsatzbringer für den Konzern, der 2010 mit immerhin 14 Prozent zum Geschäftserfolg beigetragen hat. Der Weltmarkt hatte 2010 ein Gesamtvolumen von rund 80 Milliarden Euro, und das Marktforschungsinstitut Ceresana Research erwartet, dass der Umsatz bei Farben und Lacken allein in Europa bis 2018 einen Wert von 27,7 Milliarden Euro erreicht. Großes Thema für die Farb- und Lackhersteller ist die VOC-Reduktion und damit die Herstellung und Verarbeitung wasserbasierter Lacke. Evonik hat daher zur ECS eine wässrige Dispersion vorgestellt, die eine effektive Rheologiesteuerung von Wasserlacken ermöglicht.

Auch einige wichtige Investitionsprojekte hat der Konzern auf den Weg gebracht. Schwerpunkt der Bautätigkeit wird in Asien sein, vor allem in Shanghai. Hier sollen ab 2013 World Scale-Anlagen zur Herstellung von Isophoron und Isophorondiamin in Betrieb gehen. Shanghai soll auch Standort einer neuen Verbundanlage für Spalttenside sein, deren Erzeugnisse in der asiatischen Kosmetikindustrie eingesetzt werden sollen. Und in Singapur investiert der Konzern eine halbe Milliarde Euro in den Bau einer Methionin-Anlage.

Die Tatsache, dass in Taiwan im April 2011 das erste Projekthaus (Advanced Project House Light & Electronics) außerhalb Deutschlands seine Arbeit begonnen hat, unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des asiatischen Wachstumsmarktes.


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