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Spezialmaschinen für Pharmaindustrie

L.B. Bohle steigert Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um 26 %

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Eröffnung des Technology Centers mit der kontinuierlichen Produktionsanlage war das Highlight des vergangenen Jahres.
Die Eröffnung des Technology Centers mit der kontinuierlichen Produktionsanlage war das Highlight des vergangenen Jahres. (Bild: L.B.Bohle Maschinen + Verfahren / Schmidt Fotografie)

Die Investition in Innovationen hat sich für L.B. Bohle Maschinen + Verfahren im vergangenen Jahr ausgezahlt. Der Spezialmaschinenbauer für die Pharma-Industrie hat seinen Umsatz um 26 % auf 48 Millionen Euro gesteigert.

Ennigerloh – L.B. Bohle Maschinen + Verfahren konnte im Geschäftsjahr 2015 zahlreiche Vertriebserfolge in den Zukunftsmärkten Russland, Südamerika, Mexiko und Asien verzeichnen. „In den USA haben wir gegen starken Wettbewerb einen prestigeträchtigen Auftrag eine US-Multis gewonnen. Allein in Russland erzielten wir 6 Millionen Euro. Und in Südamerika und Mexiko laufen mehrere Großprojekte“, zählt Unternehmer Lorenz Bohle die Erfolgsmeldungen auf. Für 2016 prognostiziert er ein „Wachstum von 10 bis 15 %“.

Mit der Eröffnung des Technology Centers und des Symposiums zur kontinuierlichen Produktion hat L. B. Bohle im März 2015 eine erstklassige Plattform zur Entwicklung innovativer Prozesse geschaffen. Kunden, Wissenschaftler und Kooperationspartner nutzen die einzigartige Anlage immer intensiver zu Versuchs- und Testzwecken.

„Permanentes und prozessübergreifendes Messen, Überwachen und Steuern der Produktion sind der Schlüssel, um die kontinuierliche Produktion voranzutreiben“, ist Bohle überzeugt. Im Zusammenspiel mit den Experten der Universitäten RWTH Aachen und Düsseldorf werden die Basis für eine modulare und qualitätsorientierte Produktionsplattform nach dem neuesten Stand der Pharmatechnik definiert und bei L.B. Bohle umgesetzt.

ACHEMA sorgt für Auftragsschub

Die Nachfrage spiegelt sich auch in der Auslastung der Produktionsstandorte wider: Im Werk 3 für Prozess-Maschinen ist die Lean Production etabliert. Kontinuierlich werden dabei die Produktionsabläufe optimiert. Auch das Werk für Handling-Produkte in Sassenberg arbeitet nach dieser Produktionsorganisation. „Ohne Lean Production wären wir schon an der Kapazitätsgrenze. Um den Ausstoß weiter steigern zu können, verlagern wir zunehmend Aufträge zur Vorfertigung an Zulieferer“, berichtet Bohle. Dabei bildet die Integration der externen Prozesse in die internen Qualitätsstandards ein wesentliches Erfolgskriterium.

Anfang 2015 hatte Firmeninhaber Bohle die Weichen für den Generationswechsel an der Unternehmensspitze gestellt: Der langjährige Vertriebsleiter Tim Remmert übernahm in der Geschäftsleitung mehr strategische Aufgaben. Außerdem rückte der Wissenschaftliche Leiter Dr. Hubertus Rehbaum als Assistent der Geschäftsleitung in den Führungskreis auf. Thorsten Wesselmann übernahm die Funktion als Technischer Leiter. „Diese Führungsriege hat sich bestens bewährt“, sagt Bohle. Sein angekündigter Abschied aus dem operativen Geschäft zum Ende des Jahres 2016 sei somit gut vorbereitet.

Iran muss Investitionsstau abbauen

„Unsere Eigenkapitalquote liegt bei über 50 %“, berichtet Bohle. Investitionen werden aus dem laufenden Cash Flow finanziert. „Für 2016 sind wir mit innovativen Produkten und einem schlagkräftigen Führungsteam hervorragend aufgestellt.“ Neben den Kernmärkten Europa und USA bieten Russland, Lateinamerika und Asien Expansionspotenzial. „Mit der Öffnung des Irans kommt ein interessanter Markt hinzu, in dem ein immenser Investitionsstau in der Pharma-Industrie abgebaut werden muss“, weiß Bohle. „Im Iran wird die Qualität deutscher Maschinen sehr geschätzt. Also wollen wir gern beim Wiederaufbau der Pharma-Industrie dabei sein.“

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