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Chemische Zwischenprodukte

Lanxess investiert knapp 100 Millionen Euro in deutsche Standorte

| Redakteur: Tobias Hüser

Lanxess vertraut auf den Produktionsstandort Deutschland.
Lanxess vertraut auf den Produktionsstandort Deutschland. (Bild: Lanxess)

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess setzt weiter auf Wachstum: In den kommenden drei Jahren wird der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates rund 100 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Produktionsanlagen für chemische Zwischenprodukte investieren.

Köln – Jeweils rund 40 Millionen Euro werden an den Standorten Leverkusen und Krefeld-Uerdingen investiert. Die übrigen Mittel fließen in den Ausbau von Anlagen in Brunsbüttel sowie im belgischen Antwerpen. Bis zum Jahr 2020 sollen die Ausbaumaßnahmen abgeschlossen sein.

Am Standort Krefeld-Uerdingen ist wegen der wachsenden Nachfrage auf den Weltmärkten der Ausbau der Produktionen von Trimethylolpropan, Hexandiol und Mentholen vorgesehen. Trimethylolpropan und Hexandiol sind wichtig für Produkte in der Automobil-, Möbel- und Bauindustrie. Synthetisches Menthol ist ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen und pharmazeutischen Produkten. Lanxess hat die Kapazitäten für diese Produkte bereits in den vergangenen Jahren sukzessive erhöht. Derzeit laufen die Planungen für die neuen Erweiterungen. Im kommenden Jahr sollen dann die Bauarbeiten beginnen.

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Am Standort Leverkusen ist in diesem Jahr der Beginn des Kapazitätsausbaus der Spezialamine-Produktion vorgesehen, die vorwiegend als Zwischenprodukt für die Weiterverarbeitung und schließlich im Bereich der Automobilindustrie eingesetzt werden. Noch im Laufe dieses Jahres wird Lanxess am Standort Brunsbüttel die Kapazität im MEA-Betrieb deutlich erweitern und dafür bis zu 15 Millionen Euro investieren. Die Abkürzung MEA steht für 2-Methyl-6-ethyl-anilin. Dieser Stoff wird u.a. als Vorprodukt für Herbizide im Pflanzenschutz benötigt. Am belgischen Standort Kallo/Antwerpen wird das Unternehmen mit einem Betrag im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich seine Kapazitäten zur Produktion von Kautschukchemikalien erweitern.

Aromatenverbund als Markenzeichen

Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates beschäftigt rund 2100 Mitarbeiter und ist einer der weltweit führenden Hersteller qualitativ hochwertiger Industriechemikalien. Ein Schwerpunkt des Sortiments liegt auf aromatischen Verbindungen. Herzstück der Produktion ist der sogenannte Aromatenverbund. Er gilt weltweit als größter seiner Art. Die Zwischenprodukte von Lanxess finden vor allem bei der Herstellung von Agrowirkstoffen, Polymeren, Farben und Lacken sowie Pigmenten Anwendung. Weitere wichtige Einsatzgebiete sind Kosmetik, Geschmacks- und Geruchsstoffe, Treibstoffadditive, Schmierstoffe, Reifen, technische Gummiprodukte und Bauchemikalien.

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