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Geschäftsjahr 2015

Konzernumsatz von Wacker legt um 10 % zu

| Redakteur: Tobias Hüser

„Operative Exzellenz, konsequente Kundenorientierung und Innovationen sind und bleiben die wichtigsten strategischen Handlungsfelder für unseren geschäftlichen Erfolg“, sagte Wacker-Chef Rudolf Staudigl auf der Bilanzpressekonferenz.
„Operative Exzellenz, konsequente Kundenorientierung und Innovationen sind und bleiben die wichtigsten strategischen Handlungsfelder für unseren geschäftlichen Erfolg“, sagte Wacker-Chef Rudolf Staudigl auf der Bilanzpressekonferenz. (Bild: Regina Recht / Wacker)

Mit 5,3 Milliarden Euro stieg der Konzernumsatz von Wacker Chemie im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Für das Plus waren höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte ausschlaggebend.

München – Das Konzernergebnis von Wacker vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.048,8 Millionen Euro. Obwohl die Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie deutlich geringer waren als im Jahr 2014, lag das EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. Unter dem Strich hat das Chemieunternehmen das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernergebnis von 241,8 Millionen Euro (Vj. 195,4 Mio. Euro) abgeschlossen. Das sind rund 24 % mehr als vor einem Jahr.

In diesem Jahr will Wacker an seine gute Geschäftsentwicklung in einem volatilem Umfeld anknüpfen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen seinen Umsatz leicht steigern. Das EBITDA soll auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht zulegen. Unterstützt wird die Entwicklung durch das stabile Chemiegeschäft mit seinem breiten Anwendungsspektrum, das im Jahr 2016 weiter wachsen soll.

Der Konzernjahresüberschuss wird aber auf Grund höherer Abschreibungen voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Jahres 2015 liegen. Weitere Faktoren, die das Ergebnis mindern, sind die vor allem im 1. Halbjahr anfallenden Anlaufkosten am neuen Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee, die im Jahresvergleich niedrigeren Preise für Polysilicium und geringere Sondererträge.

Staudigl ist mit Umsatzentwicklung zufrieden

„Unser Chemiegeschäft, das für fast zwei Drittel unseres Umsatzes und die Hälfte unseres EBITDA steht, entwickelt sich weiter sehr erfreulich. Bei den Preisen für Polysilicium sehen wir seit Januar eine Stabilisierung und sogar einen leichten Anstieg. In unserem Halbleitergeschäft liegt der Fokus darauf, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und weiter konsequent an den Kosten zu arbeiten. Siltronic rechnet 2016 mit Einsparungen von 30 bis 35 Millionen Euro“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl auf der Bilanzpressekonferenz.

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 834 Millionen Euro. Das sind knapp 46 % mehr als vor einem Jahr. Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit stand nach wie vor der Aufbau des neuen Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Rund 550 Millionen Euro und damit etwa 65 % der gesamten Investitionen des Jahres 2015 flossen in dieses Projekt. Wacker hat dort wie geplant zum Jahresende mit der Inbetriebnahme der Anlagen begonnen und Anfang 2016 bereits erstes Polysilicium produziert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war im Jahr 2015 der Ausbau der Produktionskapazitäten für Polymerprodukte und Silicone, um das Wachstum im Chemiegeschäft zu begleiten. Dazu zählen ein neuer Dispersionsreaktor am Standort Calvert City mit einer Jahreskapazität von 85 000 t und eine Produktionsanlage für Dispersionspulver mit einer Jahresleistung von 50 000 t in Burghausen.

Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick

Der Umsatz im Geschäftsbereich Silicones ist im Geschäftsjahr 2015 um 12 % gestiegen. Gebremst wurde die positive Ergebnisentwicklung durch etwas höhere Rohstoffpreise, vor allem bei Siliciummetall. Der Umsatz von Wacker Polymers hat 2015 erneut zugelegt. Er erhöhte sich um gut 11 % auf 1,19 Milliarden Euro. Ebenfalls einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnete der Geschäftsbereich Biosolutions. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um rund 12 % auf 197,1 Millionen Euro zu. Der Umsatz von Wacker Polysilicones ist im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zu 2014 stabil bei 1,06 Milliarden Euro geblieben.

In seinem Chemiegeschäft sieht Wacker für 2016 gute Chancen für weiteres Wachstum. Die Umsätze in allen drei Chemiebereichen sollen jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Bei Siliconen und Polymerprodukten wird das Umsatzwachstum von allen Geschäftseinheiten getragen. Das Polysiliciumgeschäft des Unternehmens soll im Jahr 2016 auf Grund der neuen Produktionskapazitäten am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee in den Absatzmengen wachsen. Der Photovoltaikmarkt soll sein Wachstum weiter fortsetzen.

In seinem Halbleitergeschäft geht der Chemiekonzern von einem leichten Umsatzrückgang im Jahr 2016 aus. Verantwortlich dafür sind niedrigere Absatzpreise. Bei 300-mm-Siliciumwafern rechnet das Unternehmen damit, dass der Markt weiter wächst. nsgesamt erwartet Wacker im Geschäftsjahr 2016 beim Konzernumsatz ein Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

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