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Polyoxymethylenproduktion

Kolon Plastics und BASF gründen Joint Venture in Korea

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Einsatzgebiete für Polyoxymethylen-Harze: BASF-POM der Marke Ultraform Pro im Skin-Stretcher, eine Vorrichtung zur Verschließung von großflächigen Wunden nach Operationen.
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Einsatzgebiete für Polyoxymethylen-Harze: BASF-POM der Marke Ultraform Pro im Skin-Stretcher, eine Vorrichtung zur Verschließung von großflächigen Wunden nach Operationen. (Bild: BASF)

Erst die Polymer-Kooperationsbekundungen mit Avantium, jetzt ein Joint Venture mit Kolon Plastics. BASF will mit dem koreanischen Unternehmen Polyoxymethylen produzieren. In Gimcheon/Korea soll eine gemeinsame Produktionskapazität von 70.000 t/a entstehen.

Ludwigshafen – Kolon Plastics und BASF haben eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures zur Produktion von Polyoxymethylen (POM) in Korea unterzeichnet. POM ist ein technischer Kunststoff, der in industriellen Anwendungen, im Transport- und Bauwesen sowie in der Konsumgüterindustrie verwendet wird.

Das 50:50-Joint-Venture mit dem Namen „Kolon BASF inno POM“ wird eine Jahreskapazität von 70.000 t haben. Es soll am bestehenden Produktionsstandort von Kolon Plastics in Gimcheon/Korea angesiedelt werden, an dem sich bereits eine Produktionsanlage für POM befindet. Mit der für die zweite Jahreshälfte 2018 geplanten Inbetriebnahme wird der insgesamt größte Produktionskomplex für POM weltweit entstehen.

Beide Unternehmen haben langjährige Erfahrungen in der POM-Produktion und werden die Produktionstechnologie von Kolon einsetzen. „In dem neuen Joint Venture werden wir die Stärken beider Unternehmen einsetzen und so unsere Wettbewerbsfähigkeit insgesamt erhöhen. Mit der weltweit führenden Technologie von Kolon Plastics und der effizienten Nutzung der vorhandenen Infrastruktur können wir signifikante Synergien erzielen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, aus der eventuell weitere Kooperationsmöglichkeiten entstehen könnten“, sagt Hee Goo Jang, CEO von Kolon Plastics.

Produktion in Ludwigshafen wird eingestellt

Die Produkte werden von den beiden Unternehmen weltweit unter den jeweiligen Handelsnamen und firmeneigenen Formulierungen getrennt vermarktet. „Kolon und BASF haben schon seit Jahren eine hervorragende Geschäftsbeziehung“, sagt Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials von BASF. „Die Märkte für POM wachsen weltweit. Vor allem in Asien werden wir unsere Kunden durch das Joint Venture noch besser mit hochleistungsfähigen und innovativen Spezialitäten unterstützen können.“

Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage in Korea in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird BASF die Produktion von POM am Standort Ludwigshafen einstellen.

Technische Kunststoffe für diverse Branchen

Polyoxymethylen-Harze sind technische Kunststoffe, die in komplexen und langlebigen Komponenten eingesetzt werden. Auf Grund ihrer hohen Stabilität und Widerstandsfähigkeit, ihres Reibungsverhaltens und ihrer chemischen Beständigkeit eignen sie sich für eine Vielzahl von Anwendungen im Automobilbau, für Elektro- und Elektronikprodukte sowie für Konsumgüter, Medizinprodukte und Anwendungen im Bauwesen.

Kolon vertreibt seine POM-Produktlinie unter dem Markennamen Kocetal. BASF bietet POM-Produkte für eine ganze Reihe von Anwendungen unter dem Markennamen Ultraform an.

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