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Energiesparende Kühlung mit Wärme

Kleiner, leichter, günstiger – Absorptionskälteanlagen im Trend

| Autor / Redakteur: Prof. Uwe Bälz, Dr. Renate Kilpper / Wolfgang Ernhofer

Kompakte Absorbtionskälteanlagen mit geringerem Gewicht sparen Kosten.
Kompakte Absorbtionskälteanlagen mit geringerem Gewicht sparen Kosten. (Bild: W. Bälz & Sohn)

Eine neue, interessante Alternative zum Kühlen sind moderne Absorptionskälteanalagen. Sie sind wesentlich kleiner und leichter als die bisher am Markt vorhandenen, für nachträglichen Einbau geeignet, und durch thermische Kälteerzeugung mit dem ungiftigen Stoffpaar Lithiumbromid und Wasser wesentlich umweltfreundlicher als bisherige Kältemaschinen.

Die Kühlung von Gebäuden und Räumen wird auch für uns in Mitteleuropa immer wichtiger. Nicht nur der Klimawandel, der im Sommer wärmere Sommertage und immer häufiger Hitzewellen bringt, lässt uns schwitzen, sondern auch die heutige lichtdurchlässige Bauweise mit sehr viel Glas. Ganz besonders der technische Fortschritt mit modernen Rechenzentren, Telefonanlagen, Serverräumen, Produktionshallen und vielem mehr steigern die interne Wärmelast.

Kühlung wird also immer bedeutsamer einerseits aus Arbeitsschutzgründen, aber auch durch die Erkenntnis, dass Klimatisierung zu erhöhter Produktivität führt. Kühlung und Klimatisierung von Räumen trägt wesentlich zum Wohlbefinden von Menschen bei und das zu Hause, am Arbeitsplatz, im Krankenhaus, im Hotel, im Tagungsraum, überall im täglichen Leben.

Kühlbedarf in Deutschland

Deutschland hat im Vergleich zu vielen anderen Ländern bei der Kühlung noch großen Nachholbedarf, weil in der Vergangenheit bei uns die natürliche Lüftung mit kühler Außenluft, vor allem kühlen Nächten, lange Zeit für die Gebäudekühlung ausreichend war. Die genannten Veränderungen, hier besonders die höheren internen Lasten durch die technische Gebäudeausstattung, der Fassadenaufbau und die Belegungsdichten in modernen Gebäuden führen jedoch dazu, dass das nicht mehr genügt.

In einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes wird eine Steigerung des Kühlungsbedarfs von 25 % bei Wohngebäuden und 50 % bei Nichtwohngebäuden in den nächsten 20 Jahren geschätzt, wobei der Kühlbedarf bei Nichtwohngebäuden ca. 100-mal höher ist als für Wohngebäude. Es muss demnach in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme der CO2-Emission auch durch Gebäudekühlung gerechnet werden, wenn sich das bisherige Angebot der Kälteanlagen am Markt nicht verändert.

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