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KPIs und Benchmarks in der Instandhaltung

Kann man (Anlagen–)Stillstand messen? Wie sie KPIs und Benchmarks richtig nutzen...

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

( © ronin3ds - Fotolia)

KPIs und Benchmarks für Turnarounds und Anlagenstillstände? – Nicht nur der Betrieb, auch die Revision von Großanlagen steht unter enormem Rentabilitätsdruck. Immerhin summieren sich Ausstände und Verzögerungen schnell zu Millionenbeträgen. Den Anlagenturnaround messbar zu machen ist jedoch gar nicht so einfach.

Schneller, höher, weiter – wohin man schaut, Geschwindigkeit ist Trumpf. Tachometer und Stoppuhren sind Schrittmacher einer Zeit, die immer in Bewegung ist. Dieser Trend macht auch vor Turnarounds nicht halt – aber lässt sich Stillstand messen? Natürlich haben Projekt-Managementprozesse auch bei Anlagenrevisionen Einzug gehalten.

Von der Definition des Scopes über die Festlegung von Meilensteinen und Zeitplänen ist Planung zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Revisionsprojekte geworden. Mithilfe einer derartigen Turnaround-Roadmap ist es möglich, den „kritischen Pfad“ sowie eventuelle Stolpersteine vor Beginn der eigentlichen Arbeiten zu identifizieren.

Von der Roadmap zum Turnaround–Tacho

Wem eine Straßenkarte zu wenig ist, der braucht einen Turnaround-Tacho. Deswegen interessieren sich Ingenieure und Projektleiter für Kennzahlen wie die Key Performance Indicators (KPIs), die wirtschaftlichen Erfolg messbar machen sollen.

„Wo stehe ich heute?“ oder „Wie schneide ich gegenüber vergleichbaren Projekten ab?“ – das sind die typischen Fragen, denen Turnaround-Verantwortliche jeden Tag begegnen, weiß Stephan Vogel, Management Berater für industrielle Instandhaltung bei TA Cook.

Alles auf Rot? Wie Sie Risiken bei Turnaround und Instandhaltung in Chancen verwandeln, lernen Sie in unserem Beitrag

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So gelingt die KPI-Einführung
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16.02.15 - Nur wer das Risiko kennt, kann es beherrschen. Projekte mit zehntausenden Einzelkomponenten, hunderten Mitarbeitern und Millionenbudgets bieten mehr als genug Fallstricke. Trotzdem muss der Anlagenstillstand nicht zum Glücksspiel werden: Die 11. TAR-Jahrestagung in Potsdam veranschaulichte Methoden des Risikomanagements und erklärte, was Ingenieure in Monte Carlo und von Piloten lernen können … lesen

„Dabei bleiben viele Unternehmen unter den Möglichkeiten“, erklärt Vogel. „Häufig suchen Firmen zu viele Kennzahlen auf einmal aus und wollen alle gleichzeitig implementieren – von null auf hundert sozusagen.“ Ein Ansatz, der nur selten zum Erfolg führt. Wer KPIs einführen will, müsse ein klares Ziel vor Augen haben: Was wird gemessen? Wo soll Transparenz entstehen? Und – nicht zuletzt – wo will man besser werden? Nicht immer sind Geschwindigkeit oder ein erfolgreicher Projektabschluss der entscheidendende Wettbewerbsvorteil.

Dollarzeichen in den Augen? KPIs können mehr!

Gerade Industriedienstleister und Ingenieure sollten auch beim Service genau hinschauen. Nicht nur die Qualität, auch Projektkosten, Response Time oder technische Ausfälle sind typische Messgrößen der Instandhaltung. Dabei sind keineswegs alle KPIs monetär, also in Euro oder Dollar ausgedrückt: Insgesamt kennen Turnaround-Experten KPIs aus drei verschiedenen Kategorien: ökonomische, technische und organisatorische. Daraus lassen sich auch „gemischte“ Kenngrößen, so genannte Composite Indicators, wie etwa der Reifegrad einer Organisation ableiten.

Welche Benchmarks erhoben werden sollten, wem das Ganze nutz und warum KPIs das sind, was Sie daraus machen erfahren Sie auf Seite 2!

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