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11. Schüttgut-Forum in Würzburg

Hier sammeln Sie wertvolle Erfahrungen für den gesamten Schüttgutprozess

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

„Nach wie vor wird das Silo als verfahrenstechnischer Apparat unterschätzt. Schüttgutprozesse lassen sich aber nur optimieren, wenn das Silo als Teil der Gesamtanlage verstanden wird.“ Harald Heinrici, Sachverständiger und Geschäftsführer bei Schwedes und Schulze, Programmbeirat des Schüttgut-Forums
„Nach wie vor wird das Silo als verfahrenstechnischer Apparat unterschätzt. Schüttgutprozesse lassen sich aber nur optimieren, wenn das Silo als Teil der Gesamtanlage verstanden wird.“ Harald Heinrici, Sachverständiger und Geschäftsführer bei Schwedes und Schulze, Programmbeirat des Schüttgut-Forums (Bild: PROCESS)

Sicher, schonend und effizient sollte der Transport eines Produktes von einer Anlage zur nächsten vor sich gehen. Doch Schüttgüter lassen sich ungern in standardisierte Abläufe pressen. Um mit solchen Unwägsamkeiten umzugehen, benötigt man Erfahrung. Und wo könnte man diese besser sammeln als auf dem diesjährigen Schüttgut-Forum in Würzburg (16./17. November 2017), wo Experten genau auf diese Fragen Antworten liefern.

Welches Schräubchen dreht man, wenn es klemmt? Diese Frage ist bei Schüttgütern nicht einfach zu beantworten, vor allem weil durch eine Aktion eine ganze Reihe an nicht einschätzbaren Reaktionen in Gang gesetzt wird, die wiederum zum Problem für den Gesamtprozess werden können. Zudem handelt es sich in der Schüttgutindustrie beim vielzitierten Schräubchen immer noch häufig um einen Hammer, der eher Schaden verursacht als Nutzen bringt. Harald Heinrici, Sachverständiger und Geschäftsführer bei Schwedes und Schulze und Programmbeirat des Schüttgut-Forums (www.schuettgut-forum.de), hält seit Jahren ein Plädoyer dafür, das Silo im Spannungsfeld der gesamten Anlage zu betrachten.

Förderprozess-Foren 2016: Die Referenten des 10. Schüttgut-Forums

PROCESS: Herr Heinrici, Sie begleiten nun schon zum dritten Mal das Schüttgut-Forum als Programmbeirat. Was ist für Sie das Besondere an der zweitägigen Veranstaltung?

Heinrici: Das Forum begleitet den Anwender durch den gesamten Schüttgut-Prozess. Dabei wird in den Vorträgen immer die Balance zwischen Theorie und Praxis gefunden. Ohne fundierte Grundlagen lassen sich viele Phänomene in der Schüttgutverabeitung nicht verstehen, daher kommt die Theorie nicht zu kurz. Gleichzeitig bleibt während des Forums sehr viel Raum, diese praxisnah zu erklären und typische Situationen und Probleme im Prozessalltag zu diskutieren. Diese Diskussionen werden im Übrigen häufig in die Pausen hinein getragen.

PROCESS: Wie gehen denn die meisten Anwender mit einem Problem am Silo um?

Heinrici: Die Menschen sind sehr kreativ und versuchen erst einmal selbst beispielsweise einen stockenden Fluss in Gang zu bringen. Instinktiv würde wohl jeder erst einmal dagegen klopfen, ob das dann mit einem Hammer passiert oder mit der Faust, sei einmal dahingestellt. Häufig wird auch Luft hinein geblasen oder wahllos eine andere Austragshilfe versucht. Aber diese Versuche können die Situation noch verschlimmern, und vor allem handelt es sich oft um keine langfristige Lösung.

PROCESS: Welche Probleme begegnen Ihnen am häufigsten?

Heinrici: Dass überhaupt nichts mehr aus dem Silo herauskommt, ist selten. Viel problematischer sind scheinbar kleine Probleme, die jedoch große Auswirkungen auf die spätere Produktqualität haben. Dazu gehört ein ungleichmäßiger Massenstrom, der beispielsweise den gesamten Prozess durcheinanderbringt, weil direkt nach dem Silo ein Durchlaufmischer angeschlossen ist. Ein weiteres Problem vor allem aus Sicht der Qualitätssicherung sind Entmischungen im Prozess.

PROCESS: Welche Branchen sind denn häufig von Entmischungsvorgängen betroffen?

Heinrici: Eigentlich jede. Nehmen wir die Futtermittelindustrie – Futtermittel bestehen aus hochkomplexen Produktzusammensetzungen, die penibel eingehalten werden müssen. Oder Mörtelzusammensetzungen, die allesamt Hightech-Produkte sind. Und nicht zuletzt Waschmittel, bei denen jeder eine gleichmäßige Durchmischung von weißen und bunten Partikeln in der Endverpackung erwartet. Die besondere Herausforderung dabei ist, dass diese Produkte aufgrund der leichteren Handhabbarkeit sehr fließfähig sind. Eine Produkteigenschaft, die eine Entmischung forciert. All diese sehr unterschiedlichen Branchen sind durch ein gemeinsames Problem verbunden. Um hier den richtigen Weg zu finden, müssen das Silo und alle dazugehörigen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein.

Erkennen Betreiber eigentlich, dass sie ein Problem mit dem Silo haben? Die Antwort lesen Sie auf der nächsten Seite.

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