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Energie- und Prozessmanagement im Papierwerk

Grünes Licht für Sparfüchse

| Autor / Redakteur: Lukas Dökel* / Anke Geipel-Kern

Effizienz im Blick: Die Smileys signalisieren dem Anlagenfahrer, ob seine Maschinen störungsfrei laufen.
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Effizienz im Blick: Die Smileys signalisieren dem Anlagenfahrer, ob seine Maschinen störungsfrei laufen. (Bild: Wago)

Energie- und Prozessmanagement bringt Papierwerk hohe Einsparungen – Von der Oberlichtsteuerung bis zur Prozessanalyse – wer konsequent das Einsparpotenzial ermittelt, wird belohnt und kann gezielt eingreifen. Optimierung von Gebäudetechnik, Produktion und Lagerbedingungen spart Energie und steigert die Produktqualität.

Die Klingele-Gruppe stellt in Delmenhorst Wellpappe her und verarbeitet diese u.a. für die großen Online-Versandhäuser zu fertigen Kartonlösungen. Der Standort ist nach seiner Gründung im Jahr 1955 stetig gewachsen und misst heute eine Gebäudefläche von 44 000 Quadratmetern, das entspricht etwa sechs Fußballfeldern. 220 Mitarbeiter produzieren im Jahr bis zu 140 Millionen Quadratmeter Wellpappe in unterschiedlichen Stärken und Papierqualitäten.

Der Blick auf die Satellitenkarte zeigt anschaulich, dass das Unternehmen nicht allein auf der grünen Wiese liegt, sondern rechts und links in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohngebieten. So wie die Wellpappenfabrik sich immer weiter ausgebreitet hat, so haben sich auch die Wohngebiete vergrößert.

Und weil sich beide dabei aufeinander zubewegt haben, musste sich Klingele Gedanken machen, wie sich die Lärmemissionen vor allem in der Nacht und am Wochenende begrenzen lassen. Das Schließen der Oberlichter im Dach war letztlich der Startschuss zu einem umfassenden Energie- und Prozessdatenmanagement.

Oberlichter vom Schreibtisch aus steuern

„Wir haben mehr als 20 Oberlichter über die ganzen Hallen verteilt“, erzählt Wilfried Rodehau. Anstatt diese täglich per Hand zu schließen und dafür lange Wege zurückzulegen, suchte der Elektromeister und Chef der elektrischen Instandhaltung bei Klingele nach einer Lösung, „die über eine bloße Schalttafel mit roten Lampen“ hinausgeht.

Wenn schon investieren, dann doch bitte so nachhaltig, dass sich die Oberlichter am besten vom Schreibtisch aus steuern und überwachen lassen. „Ethernet ist bei uns überall vorhanden. Damit kommen wir gut zurecht und wollen es auch über die Bürokommunikation hinaus nutzen.“ Rodehau fand mit dem Wago I/O-System 750 die passende Technik für sein Vorhaben.

Die Einarbeitung in die Softwareplattform Codesys gelang reibungslos, zumal Wago die Systemintegration mit technischer Unterstützung eng begleitete. Rückblickend ist die Oberlichtsteuerung damit als Keimzelle für ein umfangreiches Monitoring der Gebäude- und Produktionstechnik zu betrachten. Denn Klingele erfasste im Anschluss die Verbrauchs- und Prozesskennzahlen von immer mehr Anwendungen. Mit dieser Transparenz hatte das Unternehmen nun freie Bahn für die energetische Optimierung und Energieeinsparungen in seinen Gebäuden und in der Produktion.

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