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Chemieunfall

Giftige Gaswolke – Schwerer Chemieunfall durch Chemielieferanten verursacht?

| Redakteur: Marion Henig

Beim Chemieunfall in Brühl wurden giftige Dämpfe freigesetzt. (Bild: Wikipedia)
Beim Chemieunfall in Brühl wurden giftige Dämpfe freigesetzt. (Bild: Wikipedia)

39 Verletzte, sieben davon schwer: Das ist die traurige Bilanz eines Chemieunfalls, der sich am Morgen in einer Firma für Sicherheitstechnik in Brühl ereignet hat. Der Geschäftsführer des Unternehmens vermutet eine Produktverwechslung durch den Chemielieferanten.

Brühl – Wie der WDR berichtet, kam es am Dienstagmorgen (17.01.2012) im Unternehmen Dom-Sicherheitstechnik in Brühl zu einer folgenschweren Produktverwechslung: In der Galvanik-Abteilung des Werks, in dem Schlösser und Schließanlagen hergestellt werden, sei irrtümlich Salzsäure mit Chlorbleichlauge vermischt worden. 39 Personen hätten ätzendes Gas eingeatmet. Laut Pressebericht mussten 16 Arbeiter ins Krankenhaus gebracht werden, sieben würden auf der Intensivstation behandelt. Das eingeatmete Chlorgas könne Verätzungen in den Atemwegen hinterlassen und im schlimmsten Fall zu lebensgefährlichen Wasseransammlungen in der Lunge führen.

Die genaue Unglücksursache sei derzeit noch unklar. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Hermann Röser, vermutet gegenüber Reportern des Westdeutschen Rundfunks, dass ein Chemielieferant den falschen Tank befüllt habe. Gegen 9 Uhr habe es dann eine chemischen Reaktion mit einer ätzenden Gaswolke gegeben. Diese sei von der Klimaanlage aufgesaugt und im Werk verbreitet worden.

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