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Thermoplastische Kunststoffe

Evonik will in Marl neue Polyamid 12-Produktion bauen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Ein im 3D-Druck-Verfahren und mit Einsatz von Vestosint hergestelltes Luftführungsteil für den Motorraum.
Ein im 3D-Druck-Verfahren und mit Einsatz von Vestosint hergestelltes Luftführungsteil für den Motorraum. (Bild: Evonik)

Evonik will in Marl eine neue Produktionsstraße für spezielle Polyamid 12-Pulver (PA12) bauen. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die neue Anlage soll Ende 2017 in Betrieb gehen. Mit der Investition wird der Konzern die vorhandenen Jahreskapazitäten für Polyamid 12-Pulver um 50 % steigern

Essen; Marl – „Die geplante Investition in die neue Anlage für Polyamid 12-Pulver ist der nächste Schritt entlang unserer Wachstumsstrategie. Wir wollen damit die führende Position von Evonik als Anbieter von Polyamid 12-basierten Hochleistungspolymeren weiter stärken und das Wachstumspotenzial in neuen Anwendungsfeldern nutzen“, sagt Dr. Ralph Sven Kaufmann, Chief Operating Officer von Evonik.

Das Segment Resource Efficiency des Unternehmens ist Marktführer für Polyamid 12-Pulver, die unter dem Namen Vestosint vermarktet werden, so das Unternehmen. Die Pulver werden beispielsweise zur Beschichtung von Metallen bei Haushaltsgütern, etwa von Geschirrspülkörben, in der Automobilindustrie oder Medizintechnik, ebenso als Mattierungs- oder Strukturmittel in Lacken eingesetzt.

Daneben rechnet der Essener Konzern in kommenden Jahren mit stark steigender Nachfrage in der werkzeuglosen Fertigung – insbesondere im 3D-Druck. „Wir sehen ein attraktives Marktwachstum. Die neue Produktionsstraße in Marl soll den steigenden Bedarf nach PA12-Pulver-Produkten langfristig decken und das Wachstum unserer Kunden unterstützen“, sagt Dr. Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung von Evonik Resource Efficiency.

Einsatz im 3D-Druck und bei Faserverbundwerkstoffen

PA12-Pulver sind aufgrund der mechanischen Eigenschaften, der chemischen Resistenz und des hohen Schmelzpunktes der Enderzeugnisse besonders gut geeignet für den Einsatz in pulverbasierten 3D-Druck-Verfahren z.B. dem selektiven Lasersintern (SLS) und dem High-Speed-Sintern (HSS). Ein weiteres Wachstumsfeld sind Faserverbundwerkstoffe: Polyamid 12-Feinpulver eignen sich hervorragend als Matrix thermoplastischer Verbundwerkstoffe aus Glas-, Kohle-, Aramid- oder Stahlfasern. Anwendungen finden sich beispielsweise in der Automobil- und Ölförderindustrie, dem Sportsektor oder der Orthopädie.

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