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Industrielle Biotechnologie

Evonik investiert in Biotech Startup Jenacell

| Redakteur: Dominik Stephan

Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes von Evonik mit Nadine Heßler (links) und Dana Kralisch (rechts), den Gründerinnen von Jenacell.
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Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes von Evonik mit Nadine Heßler (links) und Dana Kralisch (rechts), den Gründerinnen von Jenacell. (Bild: Evonik)

Evonik setzt auf Gründer-Kreativität: Als Teil eines weltweiten 100 Millionen Euro Projektes hat die Spezialchemiefirma in das deutsche Bio-Tech-Start-Up Jenacell investiert. Firmenchef Klaus Engel zeigte sich bei einem Besuch im Bioinstrumentezentrum Jena bereits beeindruckt.

Jena – Innovationen und Geschäftschancen des Start-up Jenacell standen im Mittelpunkt des Besuchs von Evonik-Chef Klaus Engel. "Das Unternehmen ist ein hervorragendes Beispiel für die Chancen der industriellen Biotechnologie. Es ist beeindruckend, wie hier aus wissenschaftlicher Forschung marktreife Produkte werden. Das ist echter Gründergeist", sagte Engel während des Rundgangs durch die Produktion.

Engel informierte sich vor Ort im Bioinstrumentezentrum in Jena über den Ausbau der Produktion und die Markteinführung neuer Produkte des Spin-offs der Friedrich-Schiller Universität. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Evonik im Rahmen seiner Venture Capital Aktivitäten eine Minderheitsbeteiligung an dem 2012 von den Chemikerinnen Nadine Heßler und Dana Kralisch gegründeten Unternehmen erworben.

"Hervorragendes Beispiel für die Chancen industrieller Biotechnologie"

Nadine Heßler, Geschäftsführerin von Jenacell, betonte während des Besuchs von Klaus Engel: "Evonik ist ein starker strategischer Investor, der uns an vielen Stellen unterstützt. Dabei profitieren wir nicht nur vom Knowhow unseres Partners beim weiteren Unternehmenswachstum. Die Partnerschaft eröffnet uns auch die Möglichkeit gemeinsamer Produktentwicklungen." Für Evonik bietet die Zusammenarbeit mit Jenacell den Zugang zu einer innovativen Materialplattform. Nanozellulose lässt sich als Trägersystem für kosmetische und medizinische Wirkstoffe einsetzen. Evonik hat mit Jenacell auf diesem Gebiet bereits erste gemeinsame Projekte gestartet. Darüber hinaus prüft Jenacell mit Ingenieuren von Evonik Wege, die Produktion von Nanozellulose zu vergrößern.

Jenacell bereitet neue Produktlinie im Bereich Dermatologie vor

Jenacell ist Spezialist für biotechnologisch gewonnene Nanozellulose und verfügt über ein in diesem Bereich einzigartiges Produktionsverfahren. Das Material erlaubt unter anderem eine bessere Versorgung von Brandverletzungen sowie von chronischen Wunden. Es ist angenehm kühl auf der Haut, reguliert das Feuchtigkeitsniveau von Wunden und lässt sich schmerzfrei ablösen. Aktuell bereitet Jenacell die Markteinführung einer neuen Produktlinie im Bereich der Dermatologie vor. Sie soll Ende des ersten Quartals 2016 starten. Die Produkte werden therapiebegleitend in der medizinischen Kosmetik, bei Laserbehandlungen, bei Hautunverträglichkeiten oder beispielsweise bei Peelings eingesetzt.

Evonik will im Rahmen seiner Venture Capital Aktivitäten insgesamt 100 Millionen € in vielversprechende Start-ups mit innovativen Technologien und in führende, spezialisierte Venture Capital Fonds investieren.

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