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Eigentor! Mit diesen Sprüchen schießen sich Chefs ins Aus

| Autor / Redakteur: Mike Warmeling / Matthias Back

Manche Äußerungen von Chef sind ein klares Eigentor – sie können andere verletzen und lassen gleichzeitig tief blicken.
Manche Äußerungen von Chef sind ein klares Eigentor – sie können andere verletzen und lassen gleichzeitig tief blicken. (Bild: gemeinfrei / CC0)

„Ich habe es doch gleich gesagt.“ oder „Das funktioniert nie.“ – kommen Ihnen diese Sprüche bekannt vor? Vom Besserwisser bis zum Entmutiger, einige Chefs versuchen Sachlagen mit solchen Floskeln auf den Punkt zu bringen, schießen sich damit aber meist ein Eigentor.

Die Alpha-Position führt manchen Inhaber dazu, markige Chef-Sprüche herauszuhauen. Insbesondere in der Technik- und IT-Branche werden Botschaften gern auf den vermeintlichen Punkt gebracht. Manche Äußerungen sind jedoch ein Eigentor, weil sie andere verletzen und gleichzeitig tief blicken lassen.

Chef-Sprüche vom Besserwisser: „Ich habe es doch gleich gesagt.“

Ein beliebter Einwurf, wenn etwas schief gegangen ist. Eigentlich steckt die Aussage dahinter “Ich habe es besser gewusst, aber auf mich hat ja niemand gehört. Und deshalb bin ich nicht schuld daran.“ Für einen Unternehmer ist diese Ausrede ein Armutszeugnis. Entweder er delegiert eine Aufgabe, steht zur Handlungsweise seiner Mitarbeiter und steigt nun in die Schadensbegrenzung ein. Oder er nimmt von vornherein die Zügel in die Hand.

Chef-Sprüche vom Zaghaften: „Das funktioniert nie.“

In der Weltgeschichte wären keine entscheidenden Entwicklungen möglich gewesen, hätten alle diese am Althergebrachten orientierte Haltung vertreten. Gedankenexperimente sind der erste Schritt zu Neuerungen, die möglicherweise ein Unternehmen entscheidend voranbringen können. „Das haben wir immer so gemacht“? Herzlichen Glückwunsch: Dieses Unternehmen ist nicht zukunftsfähig und wird deshalb demnächst nicht mehr existieren.

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27.02.17 - Laut aktuellen Studien sind nur ca. 13 % im bundesweiten Schnitt voll motiviert bei der Sache. Aber was sind genau die Gründe, die dazu führen, seinem Chef die Kündigung auf den Tisch zu legen? Die Personalberatung Schuh Eder Consulting hat dazu bei diversen Interviews mit Bewerbern konkret nachgefragt. lesen

Chef-Sprüche vom Wichtigmacher: „Das ist nicht meine Baustelle.“

Sich nicht verzetteln ist die eine Sache. Grundsätzlich alles ablehnen, was nicht dem unmittelbaren Erfahrungswert eines Unternehmens entspricht, ist eine verschenkte Chance. Vielleicht zeigt sich in dieser Anfrage eine Marktentwicklung, die man erfolgreich aufgreifen könnte? Sinnvoller wäre es deshalb, zunächst die Potenziale und Möglichkeiten zu überprüfen. Manches lässt sich auch in einer Kooperation umsetzen, was nicht ganz dem eigenen Know-how entspricht.

Gegenüber Mitarbeitern ist die Aussage dann zielführend, wenn jemand versucht, eine Tätigkeit zum Chef oder zur Chefin zurück zu delegieren. Jeder, der schon einmal in einer Führungsposition war, kennt das. Eine nicht ganz einfache Aufgabe wird übertragen und der damit Beauftragte steht 25mal am Schreibtisch und hat Rückfragen. Dann kann man es auch selber machen. Hat der Mitarbeiter tatsächlich unzureichende Infos, muss man sich an die eigene Nase fassen. Versucht er jedoch, die unangenehme Arbeit abzuwälzen, ist der Spruch absolut angebracht.

Unangebracht ist er, wenn man sich als Unternehmer damit von Sachgebieten abgrenzen will, die einem nicht behagen. Vertrieb ist nicht meins, weil ich von der Technikseite komme? Dafür habe ich doch meine Leute? Als Unternehmer muss ich mich in jeden Bereich meines Unternehmens hineindenken. Nicht bis ins kleinste Detail, aber für den nötigen Gesamtüberblick. Geht es um dein Business, bist du der Generalunternehmer für alle Baustellen.

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