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Max-von-Pettenkofer-Preis 2015 verliehen

DWA-Landesverband Bayern zeichnet angehende Wasserwirtschaftler aus

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Preisträger des Max-von-Pettenkofer-Preises 2015 (v. l. n. r).: Max Mayer, Anton Resch und Stefan Böhm
Die Preisträger des Max-von-Pettenkofer-Preises 2015 (v. l. n. r).: Max Mayer, Anton Resch und Stefan Böhm (Bild: DWA)

Seit 2013 verleiht der Landesverband Bayern der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) alle zwei Jahre den Max-von-Pettenkofer-Preis. Mit ihm sollen junge Hochschulabsolventen, die eine sehr gute Abschlussarbeit angefertigt haben, ausgezeichnet, frühzeitig in das berufliche Netzwerk eingeführt und auf ihrem künftigen Berufsweg unterstützt werden. Wir stellen die Preisträger 2015 vor.

Straubing/München – Stefan Böhm (Höhenkirchen) und Anton Resch (München) wurden jeweils für ihre Masterarbeit mit dem Max-von-Pettenkofer-Preis ausgezeichnet. Ein Sonderpreis für seine Bachelorarbeit ging an Max Meyer (Herrieden).

Einfluss von Streusalzen auf Vorgänge in Regenbecken

Stefan Böhm wurde der Preis für seine Masterarbeit „Untersuchungen zum Einfluss von Streusalz auf den Sedimentationsprozess in Regenbecken an Autobahnen“ verliehen. Böhm hat an der TU München Umweltmanagement und Ingenieurökologie studiert. Im Rahmen seiner Masterarbeit, die er an der Universität der Bundeswehr München anfertigte, führte eine Messkampagne, die er selber konzipiert hat, für ein Regenrückhaltebecken entlang der Autobahn A8 (München – Augsburg) durch. Dabei stellte er fest, dass mit einer Zunahme der Salz-Konzentration die Absetzgeschwindigkeit im Regenrückhaltebecken zunimmt. Die schnellere Sedimentation steigert die Reinigungsleistung von Regenrückhaltebecken.

Durchgängigkeit von Gewässern für Fische

Anton Resch wurde für seine Masterarbeit „Machbarkeitsuntersuchung zur ökologischen Durchgängigkeit am Marienklausensteg“, einer Fußgängerbrücke über die Isar in München, ausgezeichnet. Er hat seine Arbeit am Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU München gemeinsam mit dem Baureferat der Stadt München durchgeführt. Aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen konnte am Marienklausensteg bislang nur eine ungenügende Fischaufstiegshilfe errichtet werden. Resch hat neben Betrachtungen zum Makrozoobenthos (mit bloßem Auge noch sichtbare am Boden eines Gewässers lebende Organismen) und zum Fischabstieg eine ausführliche planerische Entwicklung für eine naturnahe und für eine technische Fischaufstiegsanlage erarbeitet. Die so entwickelte Lösung erreicht durch einen innovativen Ansatz zur Anordnung des Fischweges ökologische Durchgängigkeit der Isar und wird durch die Stadt München für die Ausführung weiterverfolgt.

Abwasserverwertung in der Fischzucht

Max Meyer wurde mit einem Sonderpreis für seine an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf vorgelegte Bachelorarbeit „Verfahren zur Nährstoffrückgewinnung und Feststoffabscheidung aus Trommelfilterspülwasser in Aquaponics-Systemen“ bedacht. An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wird eine Aquaponics-Anlage betrieben. In Aquaponics-Anlagen werden die Aufzucht von Fischen in Aquakultur und die Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur miteinander verbunden. Aufgabe von Meyer war es, die Fest-flüssig-Trennung im Spülwasser aus den Trommelfiltern der Anlage zu optimieren. Damit sollte der Spülwasser- und der Nährstoffverlust des Systems verringert sowie eine möglichst hohe Schlammeindickung erreicht werden. Aus den Ergebnissen von Meyers Versuchen wurden eine Anweisung für den Betrieb der Feststoffabscheider erstellt und Empfehlungen für deren Konstruktion abgeleitet.

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