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Smart Component App

Digitalisierung von Anlagenkomponenten in der Kunststoffindustrie

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Die App ist nicht nur für neue Produkte einsetzbar, es lassen sich damit auch ältere Komponenten, etwa Zellenradschleusen in schwierigen Umgebungen, problemlos nachrüsten.
Die App ist nicht nur für neue Produkte einsetzbar, es lassen sich damit auch ältere Komponenten, etwa Zellenradschleusen in schwierigen Umgebungen, problemlos nachrüsten. (Bild: Zeppelin)

Wissen, wann der nächste Wartungsintervall ansteht oder schnell den Kontakt zu einem Servicetechniker herstellen – mit der Smart Component App geht Zeppelin Systems einen entscheidenden Schritt in Richtung Digitalisierung von Anlagenkomponenten.

Derzeit wird viel über Digitalisierung und Industrie 4.0 diskutiert. Entscheidend ist jedoch, dass der Kunde einen echten Mehrwert aus diesen Konzepten zieht. „Unsere neue Smart Component App erleichtert den Anwendern ihre tägliche Arbeit erheblich“, so Dietmar Dieing, verantwortlich für die Neuentwicklung bei Zeppelin.

Die neue App unterstützt aktiv Wartungsmonteure und Servicetechniker, indem Komponenten automatisch identifiziert werden und spezifische Informationen auf mobilen Endgeräten bereitgestellt werden. „Die wenigsten Anwender können z.B. auf Anhieb sagen, wann eine Schleuse installiert wurde, geschweige denn etwas zu Leistungsdaten oder früheren Instandhaltungen. Zwar gibt es Typenschilder, die jedoch bei sehr rauen Umgebungsbedingungen nicht mehr gut lesbar sind und schon gar nicht in der Detailtiefe die richtigen Informationen liefern können“, erklärt Dieing.

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Dagegen liefert die Smart Component App genaue Informationen zu Spezifikationen Ersatzteillisten, Anweisungen zur Inbetriebnahme, Bedienung, Wartung oder Serviceintervallen. Darüber hinaus enthält die App auch einen Service-Chat, worüber in Echtzeit mit einem Experten kommuniziert werden kann. Hierüber ist z.B. auch möglich, Bilder oder Videos zu übertragen, sodass Experten von Zeppelin auch global zielführend helfen können.

Gewusst, wo!

Die Anwendung ist denkbar einfach: Sobald die App geöffnet wird, werden alle Zeppelin-Komponenten in der Umgebung angezeigt. Damit ist auch in großen Anlagen eine schnelle Identifikation, etwa wenn nicht genau dokumentiert wurde, wo die Komponente verbaut wurde. Im Anschluss wird der Anwender intuitiv durch das Menü geführt. Entscheidender Unterschied zum Typenschild – die Informationen können nicht nur ausgelesen, sondern auch ergänzt oder geändert werden. „Damit lassen sich mit der App digitale Checklisten und Wartungsprotokolle erstellen sowie Wartungstermine planen. Gleichzeitig ist damit die transparente papierlose Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus der Komponenten möglich“, macht Dieing deutlich.

Die App ist nicht nur für neue Produkte einsetzbar – so werden ab dem zweiten Quartal 2017 alle Zeppelin-Komponenten standardmäßig mit diesem Feature ausgerüstet. Es lassen sich auch ältere Komponenten, etwa Zellenradschleusen in schwierigen Umgebungen damit problemlos nachrüsten. Um die Vorteile der neuen Anwendung zu genießen, entstehen für Zeppelin-Kunden dabei außer dem Serviceeinsatz keine weiteren Kosten.

Die App, die erstmals auf der K in Düsseldorf präsentiert wurde, ist aber nur der erste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung in der Kunststoffindustrie. Bereits 2017 werden weitere Ideen rund um das Thema Industrie 4.0 auf den Markt kommen. „Dazu zählt etwa die vollautomatische Integration in Steuerungssysteme“, nennt Dieing abschließend ein Beispiel.

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