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Digitalisierung bei Bilfinger

Darum setzt Bilfinger auf die digitale Instandhaltung

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Bilfinger CEO Tom Blades hat dem Konzern eine neue strategische Ausrichtung gegeben.
Bilfinger CEO Tom Blades hat dem Konzern eine neue strategische Ausrichtung gegeben. (Bild: www.johannesvogt.de/Bilfinger)

Bilfinger setzt auf Digitalisierung und will eine IoT-Infrastruktur aufbauen, die dem Thema Predictive Maintenance einen Schub versetzen soll. Ein Pilotprojekt mit dem Additive-Hersteller Münzing geht jetzt in die Praxisphase.

Lange war Industriedienstleister Bilfinger mit sich selbst beschäftigt doch im Februar ist der Konzern mit seiner neuen Struktur in die Offensive gegangen. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag. Anfang Mai hatte CEO Tom Blades die Presse zur Präsentation der Pharma & Biopharma-Strategie nach Salzburg eingeladen und kaum anderthalb Wochen später unterschreibt er im Baden-Württembergischen Abstatt einen Kooperationsvertrag mit Dr. Michael Münzing, dem CEO des gleichnamigen Spezialchemieunternehmens.

Das Strategieprojekt mit dem Spezialchemiehersteller hat u.a. den Aufbau einer IoT-Infrastruktur zum Ziel und soll Bilfinger beim Thema Digitalisierung einen großen Schritt voranbringen.

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Der digitale Zwilling im Mittelpunkt

Den mittelständischen Erzeuger chemischer Additive und Bilfinger verbindet eine bewährte Partnerschaft: seit 2009 verantwortet Bilfinger die kompletten Instandhaltungsservices am Münzing-Standort Heilbronn. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen im Rahmen des Projektes die digitale Erfassung einer bestehenden Pulveranlage sowie zweier neu zu errichtender chemischer Reaktoren.

Im Mittelpunkt des Digitalisierungsprojekts steht die Entwicklung eines 3D-Modells, sogenannter „digitaler Anlagenzwillinge“.

Damit erfüllt Münzing die notwendigen gesetzlichen und betrieblichen Dokumentationspflichten: Details zur Anlage sind ab sofort mit nur wenigen Klicks über die neu integrierte MMO-Plattform von Bilfinger abrufbar. Zusätzlich werden alle während des Anlagen-Lifecycles anfallenden Engineering-, Maintenance-, Produktions-, Umwelt- und Energiedaten in der Plattform systematisch zusammengeführt und ausgewertet.

Ziel ist es, aus dem so entstehenden Datenportfolio Potenziale für die Steigerung der Anlageneffizienz und -verfügbarkeit abzuleiten. Die Fertigstellung des Projekts ist bis Ende des dritten Quartals 2017 geplant.

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