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Mega-Fusion

China bastelt am größten Chemiekonzern der Welt

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

BASF könnte einen gewichtigen Gegenspieler aus China bekommen. Wenn sich Sinochem und Chemchina zusammenschließen, würden sie den deutschen Chemiegiganten überflügeln.
BASF könnte einen gewichtigen Gegenspieler aus China bekommen. Wenn sich Sinochem und Chemchina zusammenschließen, würden sie den deutschen Chemiegiganten überflügeln. (Bild: BASF)

Die beiden chinesischen Chemiunternehmen Sinochem und Chemchina planen eine Fusion. Mit einem Jahresumsatz von rund 90 Milliarden Euro, würde der neu entstandene Chemiegigant den bisherigen Branchenprimus, BASF, ablösen.

Würzburg – Im Reich der Mitte braut sich was zusammen. Die beiden staatlich gelenkten Chemiekonzerne Chemchina und Sinochem tüfteln offensichtlich an einer gemeinsamen Zukunft. Die Fusion könnte das weltgrößte Chemieunternehmen erschaffen, welches mit ca. 90 Milliarden Euro Umsatz sogar BASF in den Schatten stellen würde. Der deutsche Chemiegigant bekäme durch den Zusammenschluss der chinesischen Unternehmen mächtig Druck und müsste um seine Marktführerschaft in einigen Bereichen bangen.

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Ein weiterer Vorteil den die chinesischen Unternehmen gegenüber dem deutschen Konzern haben, ist die Marge. Während die Asiaten nach Fünfjahresplan arbeiten und die Regierung mit verhältnismäßig bescheidenen Werten zufrieden ist, müssen die Ludwigshafener jedes Jahr Ihre Aktionärsinteressen befriedigen.

Chemchina vor Syngenta-Übernahme

Ein entscheidender Faktor für die Fusion ist vermutlich auch die bevorstehende Syngenta-Übernahme durch Chemchina. Für rund 39 Milliarden Euro will das chinesische Unternehmen den schweizer Agrarchemie-Konzern übernehmen. In jüngerer Zukunft kamen Zweifel an der Finanzkraft von Chemchina auf, eine Fusion mit Sinochem dürfte dieses Problem lösen.

Nach den angekündigkten Deals von Bayer mit Monsanto und Dow mit Dupont, könnte die Luft in Ludwigshafen allmählich eng werden. Eine Möglichkeit darauf zu reagieren, wären Käufe von Teilbereichen, die durch die Fusionen der anderen entstehen.

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