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Neues Technikum

Brabender kann jetzt komplette Dosier-Prozesse simulieren

| Redakteur: Tobias Hüser

3D Ansicht vom Technikum
3D Ansicht vom Technikum (Bild: Brabender Technologie)

Brabender Technologie hat in Duisburg ein neues Technikum in Betrieb genommen. Damit erhält das Unternehmen neue Möglichkeiten, was die Menge als auch die Qualität ihrer Dosier-Versuche angeht. Grund dafür ist die neue Befüllebene, auf der ein Zwei-Tonnen-Kran die üblichen Gebinde wie Big Bags, Silos, Fässer und Säcke handhaben kann.

Duisburg – „Bislang waren wir räumlich eingeschränkt und konnten immer nur Teile des Prozesses abbilden. Mit dem neuen Technikum ändert sich das grundlegend“, erläutert Brabender-Geschäftsführer Horst Vohwinkel die Vorteile der neuen Räumlichkeiten. Vier Linien stehen gleichzeitig zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Technikum über einen weiteren Platz für Kleinversuche, der keine Anbindung an die Befüllebene hat sowie einen weiteren separaten Platz, der die hygienischen Bedingungen für Food- und Pharma-Anwendungen erfüllt.

Kontinuierliche Prozesse sind die Hauptdisziplin, die der Markt besonders nachfragt. Aber auch Batch-Applikationen können im Technikum in kleinem und großem Umfang nachgebildet werden. „Batch ist vor allem für hochgenaue Anwendungen interessant“, erklärt Vohwinkel. Mit den neuen Möglichkeiten können die Techniker Genauigkeitstest in allen Phasen der Dosierung durchführen und so verfahrenstechnische Risiken ausschließen. „Wir können unter den neuen Gegebenheiten unsere Kapazitäten viel besser nutzen. Die einzelnen Versuchsplätze können unabhängig voneinander umgerüstet werden, das schafft zusätzlichen zeitlichen Spielraum“, betont der Geschäftsführer. Da jetzt der komplette Prozess simuliert werden kann, erhöht sich auch die Sicherheit der Kunden, die ihre Projekte in viel größerem Umfang praktisch testen können.

Manche Geräte erfordern Dosierversuche

Geräte, die viele unterschiedliche Materialien dosieren können und über entsprechend vielfältige Konfigurationen verfügen, machen teilweise Dosierversuche zwingend notwendig. „Ein Beispiel ist unser Faserdosierer Fiber Xpert“, nennt Vohwinkel ein Beispiel. „Er eignet sich für sehr unterschiedliche Materialien, muss aber auch jeweils speziell für sie angepasst werden.“ Alle Techniker bei Brabender Technologie sind überzeugt, dass die neuen Kapazitäten gut genutzt werden. Deswegen wird auch das Technikum-Team personell verstärkt, damit sich die Wartezeiten deutlich verkürzen lassen. Doch nicht nur die Kunden und ihre Prozesse profitieren. Durch die zeitliche Entzerrung kann sich das Unternehmen jetzt viel intensiver um die eigene Forschung und Entwicklung kümmern. Deshalb erwartet Horst Vohwinkel für die Zukunft schnellere Projektzeiten für Neu- und Weiterentwicklungen.

Im Zeitalter der Industrie 4.0 haben die Verantwortlichen für das neue Technikum auch bei der Vernetzung keine Abstriche gemacht – selbstverständlich unter Beachtung der Datensicherheit und Vertraulichkeitsvereinbarungen. Alle Versuchsergebnisse werden mit den Kollegen in Kanada und China ausgetauscht, wo dieselbe Prüf- und Auswertungssoftware läuft. Kunden können ganz nach Wunsch virtuell zu Versuchen zugeschaltet werden oder persönlich anwesend sein.

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