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E+H-Bilanz 2016

Bei Endress+Hauser stagniert Umsatz, aber nicht Zuversicht und Innovationskraft

| Autor / Redakteur: Gerd Kielburger / Wolfgang Ernhofer

Matthias Altendorf, CEO bei Endress+Hauser sieht in den Themen und Bereichen Digitalisierung, Produktinnovationen und bei der Analyse in Labor und Prozess wesentliche Treiber der Entwicklung.
Matthias Altendorf, CEO bei Endress+Hauser sieht in den Themen und Bereichen Digitalisierung, Produktinnovationen und bei der Analyse in Labor und Prozess wesentliche Treiber der Entwicklung. (Bild: Kielburger / PROCESS)

Ziel verfehlt, aber gut geschlagen. Mit diesem Fazit präsentiert das Endress+Hauser Management seine 2016er-Geschäftszahlen. 2017 will man mit Innovationen, Lösungen und Dienstleistungen wieder im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Welche neuen Produkte dazu beitragen sollen, zeigte das Unternehmen bereits auf der Hannover Messe.

Würzburg; Basel/Schweiz – 2016 war für Endress+Hauser erneut ein anspruchsvolles Jahr, so die einhellige Einschätzung des Managements. Auch wenn der Umsatz bei rund 2,1 Milliarden Euro stagnierte und die gesteckten Ziele und Erwartungen aufgrund ungünstiger Wechselkurseffekte und volatiler Märkte nicht erreicht wurden, haben sich die People for Process Automation im Branchenvergleich der Prozessautomatisierer gut behauptet, so die Bewertung von CEO Matthias Altendorf anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Basel.

Trotz guter Konjunktur sei 2016 nur zurückhaltend in Industriegüter investiert worden, berichtete der Firmenchef. Immerhin: Zwei Drittel der E+H-Vertriebsgesellschaften haben ein gutes Wachstum verzeichnet. Einzelne Regionen, darunter große Märkte, lagen jedoch im Minus. In den USA belastete die Abhängigkeit von Öl und Gas die Entwicklung. In Deutschland spürte Endress+Hauser neben dem schwächeren Export auch die Folgen einer internen Neuausrichtung. Das Unternehmen verzichtete dort eigenen Angaben zufolge zudem bewusst auf Geschäft außerhalb des strategischen Fokus. Dem Vertrieb in China gelang es hingegen, den Rückgang bei großen Projekten mit kleineren Aufträgen wettzumachen.

Die unterdurchschnittliche Entwicklung der gesamten Prozessautomatisierungsbranche bezeichnete Altendorf als eher ungewöhnlich. In den zehn Jahren vor 2015 sei die Prozessautomatisierung immer schneller gewachsen als die Wirtschaft insgesamt und auch schneller als andere Segmente der Automatisierung. Nicht so jedoch in 2016.

Während sich das Unternehmen in Europa gut behauptete, gingen die Umsätze in Amerika zurück. Im asiatisch-pazifischen Raum stagnierten die Verkäufe; Afrika und der Nahe Osten lagen dagegen klar im Plus. „Viele der Prozessautomatisierungsmärkte hatten mit den Folgen des Umbaus der chinesischen Wirtschaft zu kämpfen, mit einer geringen Nachfrage nach Rohstoffen und Grundstoffen, mit den tiefen Öl- und Gaspreisen sowie mit Überkapazitäten auf dem Weltmarkt“, so Altendorf. Infolgedessen sei es für E+H in den zyklischen Sektoren nicht gut gelaufen. Umsätze mit der Öl- und Gasbranche, der chemischen Industrie und im Bereich Grundstoffe und Metalle seien im vergangenen Jahr zum Teil signifikant zurückgegangen, erklärte Altendorf.

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