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Neubau und Instandhaltungen

Bayer investiert erneut über 300 Millionen Euro in Standort Wuppertal

| Redakteur: Tobias Hüser

Bayer verzeichnet ein Plus von über 900 Beschäftigten seit 2012 in Wuppertal.
Bayer verzeichnet ein Plus von über 900 Beschäftigten seit 2012 in Wuppertal. (Bild: Bayer)

Bayer in Wuppertal ist weiterhin auf Wachstumskurs: Im zurückliegenden Jahr investierte das Unternehmen mit 328 Millionen Euro so viel wie nie zuvor in Anlagen für Forschung, Entwicklung und Produktion. Zum sechsten Mal in Folge lagen die Aufwendungen über denen des Vorjahres. Für das Jahr 2017 plant das Unternehmen ähnliche Investitionen in den Standort.

Wuppertal – Knapp 260 Millionen Euro flossen in Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen der Bayer-Anlagen am Standort Wuppertal. 69 Millionen Euro dienten der Instandhaltung. Für das laufende Jahr sind Gesamtinvestitionen in Höhe von gut 300 Millionen Euro geplant. Damit wird das Investitionsvolumen eine Summe von rund 1,5 Milliarden Euro seit 2012 erreichen. „Diese nachhaltigen Investitionen sichern die Zukunftsfähigkeit des Wuppertaler Bayer-Standortes und stärken die Position als bedeutender Biotech-Standort. Sie sind die Basis für effektive Forschung und optimale Entwicklung und Produktion neuer innovativer Wirkstoffe für verschreibungspflichtige Medikamente zum Wohle der Menschen", so Jelich.

Im Werk wurden in den letzten fünf Jahren fünf Gebäude gleichzeitig geplant und errichtet - während des laufenden Betriebes aller anderen Anlagen. Über 400 Millionen Euro der Investitionen fließen allein in die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Faktor VIII-Präparate gegen die Bluterkrankheit. Die Großbaustellen verwandeln sich immer mehr in fertige Gebäudekomplexe und stellen im Verbund mit den traditionellen „alten" Gebäuden einen beeindruckenden architektonischen Blickfang dar.

Eingeweiht werden konnte beispielsweise ein neues Laborgebäude für die Analytische Kontrolle. In dem 84 m breiten, 26 m langen und 25 m hohen Gebäude kann eine Vielzahl von komplexen biotechnologischen Wirkstoffen analysiert werden. Ebenfalls ein Riese: das Lager für Wirkstoffe und Zwischenprodukte aus der chemischen Produktion sowie für Kleinmengen aus Forschung und Entwicklung. Nach dem erfolgten Baubeginn im Dezember 2015 ist vorgesehen, das Gebäude Anfang 2018 in Betrieb zu nehmen. Außerdem wurde im Jahr 2016 eine neue Anlage zur Kälteversorgung in Betrieb genommen. Um neue Anforderungen der aktuellen Entwicklungspipeline bedienen zu können, wird im Gebäude der pharmazeutischen Entwicklung ein Technikum ausgebaut.

Keimzelle wird Innovationszelle

Die Wirkstoffe von acht der 17 umsatzstärksten Pharma-Produkte von Bayer werden in Wuppertal hergestellt. Zu den Produkten gehören der Wirkstoff Rivaroxaban für den oralen Gerinnungshemmer Xarelto mit einer Wachstumsrate von mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr sowie Sorafenib, der Wirkstoff für das Krebsmedikament Nexavar. Im Bereich der venösen und arteriellen Thromboembolien (VAT) ist Xarelto bis heute in sieben Indikationen zugelassen. Zu den weiteren Top-Produkten mit Wirkstoffen aus Wuppertal zählen der Blutdrucksenker Adalat (Wirkstoff: Nifedipine), das Diabetesmedikament Glucobay (Wirkstoff: Acarbose), Avelox (Wirkstoff: Moxifloxacin) zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, das Krebsmedikament Stivarga (Wirkstoff: Regorafenib), und Adempas (Wirkstoff: Riociguat) gegen Lungenhochdruck.

Auch die Pipeline für die Zukunft ist gut gefüllt. In den drei klinischen Phasen befinden sich zahlreiche Entwicklungskandidaten. Ein Großteil von ihnen deckt Produktentwicklungen für die Onkologie (Krebsmedizin) und Herz-Kreislauf-Medikamente ab. „Wir verfügen damit über ein großes Potenzial, um in den nächsten Jahren die Chance für neue marktfähige Produkte zu erhalten. Auf diese Weise leistet Wuppertal auch in Zukunft mit einen bedeutenden Beitrag für die Entwicklung von Medikamenten, die die Lebensqualität der Menschen verbessern können“, so Jelich.

Mitarbeiterzahl steigt stetig an

Mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung des Standorts steigt auch die Mitarbeiterzahl kontinuierlich an. Zum Jahresende 2016 waren bei Bayer in Wuppertal rund 3.338 Menschen beschäftigt (2015: 3.225). 1.830 von ihnen arbeiteten im Werk an der Wupper und 1.508 im Forschungs- und Entwicklungszentrum am Aprather Weg. Der positive Trend hat sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres fortgesetzt: Ende März lag die Beschäftigtenzahl bei 3.400 - und damit um 62 höher als zum Jahreswechsel und um rund 900 höher als Ende 2012.

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