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Geschäftszahlen

Bayer erhöht Konzernumsatz im Jahr 2015 um 12 %

| Redakteur: Tobias Hüser

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers präsentierte die Bayer-Geschäftszahlen für das Jahr 2015 auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers präsentierte die Bayer-Geschäftszahlen für das Jahr 2015 auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. (Bild: Bayer AG)

Der Bayer-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Mit 46 Milliarden Euro lag der Umsatz so hoch wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Für das Jahr 2016 erwartet Bayer weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.

Leverkusen – Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2015 um 12,1 % auf 46,324 (Vorjahr: 41,339) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) entspricht das einem Zuwachs von 2,7 %. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 18,2 % auf 10,266 (2014: 8,685) Milliarden Euro. Die guten Geschäftsentwicklungen spiegelten sich auch in höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (rund 740 Millionen Euro Erhöhung gegenüber Vorjahr) wieder.

„Strategisch haben wir alle notwendigen Schritte unternommen, um Bayer zu einem reinen Life-Science-Unternehmen zu machen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. So habe Bayer den früheren Teilkonzern Material Science unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht und mit der Neuorganisation die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt. Für das laufende Jahr stellte Dekkers ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht.

Umsatz- und Ergebnisschub bei Health Care

Im Gesundheitsgeschäft (Bayer Health Care) stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 19,9 (wpb. 8,1) % auf 22,874 Milliarden Euro. „Zu diesem erfreulichen Wachstum trugen die neueren Pharma-Produkte maßgeblich bei, erläuterte Dekkers. „Zudem konnten wir im Segment Consumer Health den Umsatz aller Divisionen steigern.“ Der deutliche nominale Umsatzzuwachs war im Wesentlichen auf die von Merck & Co. erworbenen Produkte sowie auf Währungseffekte zurückzuführen.

Der Umsatz des Segments Pharma stieg wpb. deutlich um 9,9 % auf 13,745 Milliarden Euro. Die neueren Produkte - der Blutgerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea, die Krebsmittel Stivarga und Xofigo sowie Adempas gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 4,23 Milliarden Euro. Im Segment Consumer Health stieg der Umsatz wpb. um 5,1 % auf 9,129 Milliarden Euro. Bei Consumer Care belief sich der Umsatz der von Merck & Co. erworbenen Produkte auf 1,770 Milliarden Euro.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen steigerte Health Care kräftig um 19,8 % auf 6,419 Milliarden Euro. Maßgeblich für diesen Ergebniszuwachs waren die sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health - bei Consumer Health vor allem aufgrund der Ergebnisbeiträge aus den erworbenen Geschäften.

Crop Science: Guter Geschäftsverlauf trotz schwächeren Marktumfelds

Im Agrargeschäft (Bayer Crop Science) stieg der Umsatz im Jahr 2015 um 9,2 (wpb. 1,7) % auf 10,367 (9,494) Milliarden Euro. „Crop Science konnte trotz des schwächeren Marktumfelds weiter zulegen“, betonte Dekkers. „Damit sind wir stärker gewachsen als unsere wichtigsten Wettbewerber im Durchschnitt.“ Sowohl der Bereich Crop Protection/ Seeds als auch Environmental Science verzeichneten ein Wachstum. Im Pflanzenschutz (Crop Protection) standen erfreuliche Umsatzsteigerungen mit Fungiziden (wpb. plus 9,5 Prozent) und Herbiziden (wpb. plus 5,4 Prozent) einem deutlichen Rückgang bei Insektiziden (wpb. minus 14,0 %) gegenüber. Dieser war im Wesentlichen auf einen geringeren Schädlingsbefall in Brasilien zurückzuführen.

Kräftige Ergebnisverbesserung bei Covestro

Im Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen stieg der Umsatz um 2,8 % auf 11,982 (11,651) Milliarden Euro. Wpb. entsprach das einem Rückgang um 5,1 %, der auf gesunkene Absatzpreise in allen Business Units zurückzuführen war. Dagegen konnte Covestro die Absatzmengen in allen Business Units ausweiten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich klar um 39,8 % auf 1,659 (1,187) Milliarden Euro. Deutlich gesunkene Rohstoffpreise konnten den Rückgang der Absatzpreise überkompensieren. Des Weiteren wirkten sich positive Währungseffekte mit etwa 240 Millionen Euro auf das Ergebnis aus. Derzeit ist Bayer noch mit 69 % an Covestro beteiligt. Covestro wird weiterhin als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Bayer-Konzernabschluss einbezogen.

Bayer will 2016 weiter wachsen

Für das Geschäftsjahr 2016 zeigte sich Dekkers zuversichtlich: "Wir wollen weiter wachsen, sowohl beim Umsatz als auch bei unserem Geschäftsergebnis. Und das auf Basis eines Rekordjahrs", sagte der Vorstandsvorsitzende. Der Bayer-Konzern plant für 2016 inklusive Covestro einen Umsatz von über 47 Milliarden Euro. Dies entspricht wpb. einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist eine Erhöhung im mittleren einstelligen Prozentbereich geplant.

Für den Bereich Life Sciences, also den Bayer-Konzern ohne Covestro, ist ein Umsatz von rund 35 Milliarden Euro geplant (2015 pro forma: 34,342 Milliarden Euro). Für die Division Pharmaceuticals - einschließlich des Radiologie-Geschäfts - erwartet Bayer trotz teilweise rückläufiger Preisentwicklung einen Umsatz von rund 16 Milliarden Euro (2015 pro forma: 15,308 Milliarden Euro). In der Division Consumer Health rechnet Bayer mit einem Umsatz von über 6 Milliarden Euro und plant ein wpb. Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (2015 pro forma: 6,076 Milliarden Euro). In der Division Crop Science plant Bayer einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 10,367 Milliarden Euro). Covestro rechnet für das Jahr 2016 mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.

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