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Lizenzvereinbarung bei Pflanzenbiotechnologie

BASF intensiviert Forschung bei Pflanzenbiotechnologie

04.10.2007 | Redakteur: Frank Jablonski

Das BASF-Agrarzentrum Limburgerhof: Zentrale des Bereichs Pflanzenschutz und Steuerzentrale für Pflanzenbiotechnologie - zusammengefasst in der BASF Plant Science.

BASF Plant Science und südkoreanisches Forschungszentrum starten gemeinsame Forschung bei Pflanzenbiotechnologie. Betroffen sind 200 Top-Wissenschaftler aus 40 renommierten Instituten.

Seoul - Der Fokus der Zusammenarbeit von BASF Plant Science und dem Crop Functional Genomics Center liegt auf Pflanzenmerkmalen, so genannten Traits, die den Ertrag steigern und die Stresstoleranz bei wichtigen Nutzpflanzen wie Reis und Mais verbessern sollen. Im Rahmen der Kooperation steuert das führende südkoreanische Konsortium für Pflanzenforschung CFGC Gene bei, die ihre Nützlichkeit bereits in praktischen Tests unter Beweis gestellt haben. BASF Plant Science ist für die weitere Analyse und Vermarktung dieser Gene bis hin zum fertigen Produkt verantwortlich. CFGC erteilt BASF Plant Science exklusive Lizenzrechte für den Einsatz der Gene in bedeutenden Nutzpflanzen wie Reis und Mais außerhalb von Südkorea. Alle Lizenzrechte innerhalb der Republik Korea bleiben bei CFGC. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben. „Diese Vereinbarung ist für beide Seiten von Vorteil“, so Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsmitglied der BASF. „CFGC hat sehr interessante Gene in wichtigen Nutzpflanzen entdeckt, und BASF Plant Science verfügt über die Plattform und das Netzwerk für die Analyse und Vermarktung der Endprodukte.“

„Dank der Unterstützung durch das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und Technologie und seiner festen Überzeugung an dem Potential der Pflanzenbiotechnologie, konnten unsere Wissenschaftler viel versprechende Gene identifizieren. Die heutige Ankündigung beweist einmal mehr, welche beeindruckenden Leistungen in der südkoreanischen Biotechnologieforschung erbracht worden sind“, sagt Professor Yang Do Choi, Director von CFGC. „BASF verfügt über eine Plattform zur Analyse und Entwicklung von Genen, die ihresgleichen sucht. So erfahren wir ganz genau, wie unsere Gene mit dem gesamten Stoffwechsel einer Nutzpflanze verbunden sind. Anschließend können wir so die effizientesten Gene in die Nutzpflanzen einbringen, die wir vermarkten wollen.“

Systematisches Vorgehen

Mithilfe der Technologieplattform von BASF Plant Science werden die CFGC-Gene systematisch in einem einzigartigen Screening-Verfahren mit hohem Durchsatz geprüft. Dabei werden verschiedene landwirtschaftliche Leistungsparameter untersucht, zum Beispiel die Anzahl und Größe der Pflanzensamen, die Biomasse der Pflanze und ihre Wurzeldichte. Die Gene werden außerdem hinsichtlich ihrer metabolischen Profile analysiert, d.h., die Funktionen des Gens und ihre Stoffwechselbeziehungen werden ermittelt. Laut Dr. Brüdermüller ist Südkorea eines von vielen asiatischen Ländern, das die Bedeutung der Pflanzenbiotechnologie im 21. Jahrhundert erkennt, und in diesem Bereich Weltklasse-Kompetenzen aufbaut. „BASF Plant Science ist sich der qualitativ hochwertigen Arbeit der Forschungsinstitute im Asien-Pazifik-Raum bewusst und arbeitet bereits mit verschiedenen Instituten zusammen. Dazu zählt auch ein Projekt für ertragreichen Weizen zusammen mit dem Australian Molecular Plant Breeding Cooperative Research Centre (MPBCRC).“

Hintergrund-Informmation zu CFGC

Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie in Korea hat im Jahr 2000 das F&E-Programm 21st Century Frontier R&D Program ins Leben gerufen, um die nationale Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Technologie und Wissenschaft zu fördern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Das Crop Functional Genomics Center (CFGC) ist Teil dieses Programms und konzentriert sich auf die Genfunktionsforschung zur Optimierung von Nutzpflanzen. Kooperationen in den Bereichen Genomics, Transformation und molekulare Züchtung sind die Grundlage, um die komplexen Beziehung zwischen Genen und Phänotypen zu entschlüsseln und diese Informationen auf die Optimierung von Nutzpflanzen anzuwenden. Langfristig wird so ein wertvoller Beitrag zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in aller Welt geleistet.CFGC unterstützt Forschungsprojekte in Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie im ganzen Land . Etwa 250 promovierte Wissenschaftler arbeiten für das Programm. Das Crop Functional Genomics Center wird im Rahmen des F&E-Programms zehn Jahre zielorientierte Grundlagenforschung betreiben und eigene Projekte in den Bereichen Genfunktionsforschung bei Nutzpflanzen und deren Transformation sowie Molekularzüchtung von Nutzpflanzen durchführen.

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