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Armaturen: Schleusensysteme

Aromastoffe durch Einsatz von Vakuumschiebern besser konservieren

| Autor / Redakteur: Seher Sevim* / Wolfgang Ernhofer

Eintragsschleusen in der Gefriertrocknung müssen zuverlässig vakuumdicht absperren.
Eintragsschleusen in der Gefriertrocknung müssen zuverlässig vakuumdicht absperren. (Bild: Emil Kammerer)

Besondere Anforderungen an Armaturen in der Gefriertrocknung–Die Gefriertrocknung ist ein Verfahren, das sich bei der Herstellung von pharmazeutischen Produkten, medizinischen Wirkstoffen sowie in der Lebensmittelbranche bewährt hat. Sie ist das kostenintensivste Verfahren und wird bei der Herstellung von wertvollen, manchmal auch temperatursensitiven Produkten gewählt, die hinterher bei Raumtemperatur gelagert und bei Bedarf direkt verwendet werden können. Im Prozess müssen Armaturen besonders leistungsfähig sein.

Erst durch die Gefriertrocknung konservieren die Zellen ihre originäre Beschaffenheit und Wirkung und ermöglichen durch eine Auflösung in Wasser die Rückführung zu dem ursprünglichen Stoffzustand aus dem Zell-Inneren heraus. Die Qualität ist unverändert hochwertig. In der Pharmazie kann eine auf diese Weise beeinflussbare Produkteigenschaft lebensrettend sein. Das zuverlässige Abdichten im hohen Minustemperaturbereich sowie im Übergangsbereich zwischen Atmosphäre und Vakuum, stellt hohe Anforderungen an die im Prozess eingesetzten Absperrarmaturen: Besonders die Schleusensysteme müssen zuverlässig arbeiten.

Deutsche Extrakt Kaffee (DEK) in Berlin, gehört zur Cafea-Holding und hat ihren Stammsitz in Hamburg. Der Grundstein für die Berliner Anlage wurde 1969 gelegt: Die deutschlandweit namhaftesten Kaffeehersteller haben sich unter der Leitung des heutigen Geschäftsführers, Herrn Jan Beernd Rothfos, zusammengeschlossen, um den Weg für die erste Kaffeeherstellung in Deutschland zu bahnen. In der nachfolgenden Zeit diente die Anlage als Vorbild für die ersten Kaffeeproduktionsanlagen in Deutschland.

Die DEK ist auf die Herstellung von löslichem Kaffee spezialisiert und bietet diesen in verschiedenen Varianten an. In der Gefriertrocknungsanlage wird Kaffee in einem 24-Stunden-Betrieb quasi kontinuierlich hergestellt. Das Produktionsgebäude ist 35 Meter hoch und erstreckt sich über fünf Stockwerke. Der Produktionsbetrieb ist seit der Inbetriebnahme an den relevanten Positionen mit Kammerer-Absperrlösungen bestückt.

Die Gefriertrocknung ist verglichen mit der klassischen Sprühtrocknung und der Agglomeration das produktschonendste Verfahren, das von den 800 verschiedenen Aromastoffen der Kaffeebohne einen Großteil für den Kaffeegeschmack erhält. Sie wird auch Sublimationstrocknung genannt. Der lösliche Kaffee, bekannt auch als Instant-Kaffee, wird im Rahmen dieses Verfahrens – einem strengen Reinheitsgebot folgend – i.d.R. in vier Prozess-Schritten hergestellt:

Schritt 1

Der rohe Kaffee wird geröstet und gemahlen: Verschiedene Sorten von rohem Kaffee werden gereinigt und gelangen dann in Trommelröster, in denen sie unter 200 °C bis 230 °C dem Röstprozess unterzogen werden. Jede Kaffeebohne enthält Wasser, die bei der Röstung verdampft. Hierbei ist der Röstkaffee, der die Grundlage für den späteren löslichen Kaffee darstellt, aufgrund seines höheren Wasseranteils im Vergleich zum Filterkaffee dunkler. Anschließend wird dieser geröstete Kaffee gemahlen, bei diesem Vorgang ist eine gleichmäßig grobe Körnung entscheidend. Hierdurch wird eine mögliche Verstopfung in der nachfolgenden Stufe, der Extraktion des Kaffees, vermieden.

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