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Butylkautschukwerk

Lanxess nimmt modernstes Butylkautschukwerk Asiens in Betrieb

05.06.13 | Autor / Redakteur: Gerd Kielburger / Matthias Back

Lanxess hat auf einem Festakt mit rund 400 Gästen sein neues Butylkautschukwerk auf Jurong Island in Singapur eröffnet.
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Lanxess hat auf einem Festakt mit rund 400 Gästen sein neues Butylkautschukwerk auf Jurong Island in Singapur eröffnet. (Bild: Lanxess)

Mit der Inbetriebnahme des neuen Butylkautschukwerkes auf Jurong Island in Singapur feiert Lanxess die größte Investition der noch jungen Firmengeschichte. Rund 400 Millionen Euro investierte der Spezialchemie-Konzern, der im kommenden September seinen Hauptsitz vom Chempark-Leverkusen nach Köln umzieht, in die Anlage mit einer Kapazität von 100.000 Jahrestonnen.

Jurong Island/Singapur - Lanxess steigert damit seine weltweite Produktionskapazität an insgesamt drei Standorten auf gesamt 400.000 Tonnen und kann seine Position als zweitgrößter Produzent knapp hinter Exxon weiter festigen. Wie Konzernchef Dr. Axel Heitmann und das für den Bereich zuständige Vorstandsmitglied Dr. Werner Breuers gegenüber PROCESS unisono betonen, ist die Produktionsanlage die derzeit modernste ihrer Art in Asien und kann sowohl Premium-Halobutylkautschuk als auch Standard-Butylkautschuk - hauptsächlich für den mit jährlich 6 % wachsenden asiatischen Reifenmarkt - gleichermaßen herstellen.

Als Treiber dieses Wachstums sieht man beim Unternehmen in erster Linie den Megatrend Mobilität in Asien. Warum die Entscheidung für den Standort Singapur gefallen ist und nicht etwa für China, wo etwa die Hälfte der Abnehmerkapazitäten in Asien hingehen, erklärt Ron Commander, der noch bis Ende Juli für den Geschäftsbereich Butyl Rubber verantwortlich ist, in Kombination mit exzellenten infrastrukturellen Voraussetzungen auf Jurong Island sowie idealen Rohstoffverfügbarkeiten.

Mit der Neueröffnung, dem bereits seit 1983 bestehenden Butylkautschukwerk in Sarnia, Kanada, und dem modernen Werk in Zwijndrecht, Belgien, ist der Spezialchemie-Konzern nun mit drei Anlagen auf drei Kontinenten vertreten. Die schrittweise hochgefahrene Anlage in Singapur soll im dritten Quartal dieses Jahres mit der kommerziellen Produktion beginnen. Nach derzeitigen Plänen erwarten die Verantwortlichen, dass die volle Kapazität voraussichtlich im Jahr 2015 erreicht wird. Ob dies eintrifft, hängt aber auch von den derzeit im Bau befindlichen Neuanlagen von Exxon in Saudi Arabien und Reliance in Indien sowie nicht zuletzt von der konjunkturellen Entwicklung in Asien ab.

Hochkomplexes Herstellungsverfahren

Die Herstellung von Butylkautschuk ist hochkomplex und erfordert Prozessschritte bei Temperaturen zwischen minus 100 und plus 200 Grad Celsius. Das bislang bekannte Produktionsverfahren für Butylkautschuk wurde komplett überarbeitet und kommt nun in Singapur zum Einsatz.

Wie man bei Lanxess betont, sind rund zehn Prozent der Investitionssumme in Technologien geflossen, die das neue Butylkautschukwerk umweltverträglicher machen. Einen erheblichen Anteil daran haben Einsparpotenziale beim Dampf. So wird beim Herstellungsprozess deutlich weniger Dampf als in vergleichbaren Anlagen benötigt, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt. Die hochmoderne thermische Abgasanlage behandelt die im Produktionsprozess anfallenden chemischen Verbindungen, so dass die Umwelt nicht beeinträchtigt wird.

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