Worldwide China Indien

Monochloressigsäure-Technologie

Akzo Nobel schließt sich für MCA-Produktion in Indien mit Atul zusammen

| Redakteur: Alexander Stark

Die Partner verwenden Chlor und Wasserstoff von Atul, um MCA herzustellen.
Die Partner verwenden Chlor und Wasserstoff von Atul, um MCA herzustellen. (Bild: Akzo Nobel)

Akzo Nobel und das indische Chemieunternehmen Atul haben sich formell drauf geeinigt, im Rahmen eines im letzten Jahr angekündigten Joint Ventures zur Herstellung von Monochloressigsäure (MCA) zu kooperieren.

Gurgaon/Indien — Die Unternehmen planen bis zum ersten Quartal 2019 die Fertigstellung eines Werks am Standort von Atul in Gujarat. Die Partner halten jeweils 50 % der Aktien des Joint Venture, das unter dem Namen „Anaven“ eingetragen werden soll.

Die Zusammenarbeit basiert auf den bestehenden MCA-Kapazitäten von Akzo Nobel, mit Werken in den Niederlanden, China, Japan und den USA. Darüber hinaus soll das Joint Venture die globale Marktstellung von Atul als Lieferant des Herbizids 2.4-D stärken, bei dem MCA als Schlüsselbestandteil eine wichtige Rolle spielt.

„Die Zusammenarbeit unter dem Dach von Anaven trägt dazu bei, dass wir unsere Vision eines profitable Wachstums von Akzo Nobel Speciality Chemicals in einem so wichtigen Markt wie Indien vorantreiben können“, sagte Knut Schwalenberg, Geschäftsführer von Akzo Nobel Industrial Chemicals. „Die Kooperation mit Atul ist Teil einer „Asset Light“ Strategie, bei der wir unsere Führungsposition bei der Herstellung von MCA durch schrittweise Investitionsmaßnahmen ausbauen wollen“.

Die Partner verwenden Chlor und Wasserstoff von Atul, um MCA herzustellen. Dabei greifen die Unternehmen auf die bestehende Infrastruktur von Atul sowie die Technologie zur Wasserstoffpassivierung von Akzo Nobel zurück. Beginnend mit einer Jahreskapazität von 32.000 Tonnen, ist die Anlage auf eine zukünftige Produktionskapazität von 60.000 Tonnen jährlich ausgelegt. Dort sollen ausreichend MCA produziert werden, um die steigende Nachfrage von Atul sowie den wachsenden Markt in Indien bedienen zu können.

Sunil Lalbhai, Vorsitzender und Geschäftsführer von Atul ergänzte: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir durch die Zusammenarbeit mit Akzo Nobel die Möglichkeit haben, moderne Technologie eines führenden Unternehmens zur MCA-Herstellung nach Indien bringen können. Wir hoffen, eine langfristige Partnerschaft mit Akzo Nobel aufbauen zu können, die allen Stakeholdern nutzen wird. Das Anaven-Projekt folgt dabei den Maßgaben der ‚Make in India‘-Initiative der indischen Regierung“.

MCA ist ein wesentlicher Grundstoff in der chemischen Industrie und wird in zahlreichen Chemieprodukten verwendet. So wird es beispielsweise als Verdickungsmittel in der Lebensmittelherstellung, der Ölindustrie, im Bergbau, bei Kosmetikprodukten und in Waschmitteln eingesetzt. Darüber hinaus findet es seine Anwendung als Bestandteil von Agrochemikalien, Klebstoffen, Pharmaprodukten, Hitzestabilisatoren und Tensiden.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44697627 / Chemie)